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Hinweise an an der Tätigkeit als Deutschlehrer an australischen Schulen Interessierte

Abschnitt B. solltest Du nur lesen, wenn Du die Perspektive von jemandem hören möchtest, der erst ein paar Monate in Australien unterrichtet hat und sich ziemlich kritisch und nicht nur positiv äußert. Bitte folge Deiner Intuition, ob Du den Abschnitt lesen solltest oder nicht.

Abschnitt A freilich enthält einige generelle Informatione oder Links, die Dir zur allgemeineren Information oder als Deutschlehrer in Australien u. U. hilfreich sein könnten.

A. Generelle Informationen


http://www.ausdaf.edu.au/ (auch die Link-Sektion)

http://www.agtv.vic.edu.au/

Links des Goetheinstituts: http://www.goethe.de/ins/au/lp/lhr/; http://www.goethe.de/ins/au/lp/lks/spr/deindex.htm

Buchhändler: http://www.lote.com.au/; http://www.lilydalebooks.com.au; günstig (kein Porto): The Book Depository (Affiliate-Link); für deutsche Bücher zusätzlich http://www.gerbers.de.

Allgemeiner Trend (Stand 2011): http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-wissen/710-germanistik-deutsch-lernen-studieren-in-australien-2011.html


B. Bei Bedarf erwägenswerter Hinweis an jene, die überlegen, Deutschunterricht an einer australischen High School zu geben

An sich ist Deutsch (unter den Begriff "LOTE" fallend) ja in Australien als einem Zielland auch für deutsche Einwanderer (vgl. z. B. hier und hier) von einer gewissen Bedeutung gewesen.

Ich nehme zudem an, es gibt Unterschiede, und die hier durchscheinenden Erfahrungen basieren auf dem Unterricht an einem spezielleren privaten Schultyp, der Schülern u. U. auch noch größere Freiheit läßt. Ich möchte aber in jedem Fall ganz nachdrücklich darauf hinweisen, daß das Verhalten australischer Schüler ganz anders sein kann, als jenes, daß man z. B. – da ich zuvor dort unterrichtet habe – aus einer japanischen oder, vermutlich, auch generell asiatischen Schule gewohnt ist.

Insbesondere wenn Schüler kein Interesse am Fach haben und Schüler der siebten oder achten Klasse sind, kann es sehr schwierig sein, allein schon die Voraussetzung für sinnvolles Lernen entstehen zu lassen (Schweigen, Zuhören, Nichtherumlaufen, am Platz sitzen; Disziplin und Höflichkeit). Ich möchte nachdrücklich dazu raten, sich erst einmal mit anderen, die bereits in Australien unterrichtet haben oder unterrichten, und zwar mindestens auch solchen, die ungefähr im gleichen Schultyp (oder jedenfalls der gleichen Klassenstufe; die Oberstufe kann schon wieder anders sein, und die ersten vier bis u. U. 5 oder 6 Jahre sind ja auch schon wieder ganz anders) unterrichten, zu besprechen und herauszufinden, ob es etwas ist, dem man im Leben begegnen möchte bzw. ob man diesen Preis bereit ist zu zahlen, um nach Australien zu kommen.

Anscheinend wird das Erlernen einer Fremdsprache in Australien nicht unbedingt immer so hochgeschätzt wie in Kontinentaluropa (nach Gesprächen ergibt sich, daß wohl insgesamt Fremdsprachen in angelsächsischen Schulen auf kein großes Lerninteresse stoßen).

Zudem könnte es ratsam sein, eine möglichst geringe Erwartungshaltung zu haben und die dann zu halbieren, um ein realistscheres Bild der bewußt oder "unbewußter" vorhandenen Kenntnisse, die man eventuell antreffen kann, zu erhalten.

Auch wird der Unterricht in einer elften oder zwölften, u. U. schon in der zehnten, Klasse u. U. leichter sein, und in manchen Grundschulklassen auch auf lebendiges Interesse und Spaß stoßen, zumal wenn man den Unterricht entsprechend gestaltet.

Man sollte bedenken, daß man eine ganze Weile lang an die Stelle gebunden sein könnte, wenn man kein eigenständiges Visum hat und nicht bereit ist, ganz unerwartet wieder nach Deutschland zurückzukehren oder irgendwohin anders zu gehen, und die Konsequenzen aus diesen Erwägungen in die Überlegungen miteinbeziehen.

Es könnte ferner sinnvoll sein, gerade in den ersten Wochen oder Monaten, nachdem man die Stelle angetreten hat, noch mehrere Eisen im Feuer zu haben, um nicht stattdessen selber zu verglühen. Andererseits mag es ja auch sein, daß man nach etwa einem Jahr eine viel fundierrtere Entscheidung treffen kann und ein Gewöhnungseffekt eintritt, der den Anfangsschock lindert.

Ersteres zumindest wurde mir geraten, und von einer ausländischen Lehrerin einer anderen Fremdsprache hörte ich sogar die Ansicht, man könne eigentlich erst nach 3 Jahren sagen, wie es so sei.

Von daher bleibt wahrscheinlich letztlich nur, auf die Intuition zu hören bei allen Entscheidungen zu kommen oder zu gehen.



Hier geht es zur Homepage dieser Website, und hier zu Hinweisen zum Leben und Arbeiten in Australien.